(BIERMANN) – Der in die Kritik geratene Arzt aus Wächtersbach hat sich für das Kopftuchverbot in seiner Praxis entschuldigt. Er habe sich im Ton vergriffen, sagte er am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der osthessischen Stadt.
Zuvor hatte er nach Informationen der «Gelnhäuser Neuen Zeitung» auch in seinen Räumen eine Entschuldigung verteilt mit den Worten: «Die Probleme, wegen der ich diesen Zettel verfasst habe, kann ich nicht weg reden. Ich sehe aber heute deutlicher, dass ich mit den Formulierungen über das Ziel hinausgeschossen bin und Menschen verletzt habe. Das habe ich so nicht beabsichtigt.»
Der Hausarzt hatte in seiner Praxis «Spielregeln» aufgehängt, Kopftücher und Großfamilien verboten sowie Grundkenntnisse der deutschen Sprache von den Patienten verlangt. Er wurde dafür von Ausländerverbänden scharf kritisiert. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen und die Landesärztekammer prüfen rechtliche Schritte. (dpa/lhe)
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